
Kiesza
Biografie
Kiesza (bürgerlich Kiesa Rae Ellestad) ist eine kanadische Singer-Songwriterin und Tänzerin, geboren am 16. Januar 1989 in Calgary, Alberta.
Als Kind machte sie Ballett, wechselte in der Jugend jedoch zum Segeln. Später trat sie zusammen mit ihrem Bruder der Royal Canadian Navy bei. Parallel dazu nahm sie an Miss Universe Canada teil und besuchte Kurse in Stepptanz, Jazzdance und Schauspiel. Mit 18 schrieb sie nach der Scheidung ihrer Eltern ihr erstes Lied; im selben Jahr hörte sie einen ihrer Songs erstmals im Radio.
Nach frühen Stücken, die zunächst eher im Folk verortet waren, nahm sie Demos auf und bündelte sie zu einem Albumprojekt, bevor sie sich am Selkirk College bewarb. Noch vor einer Rückmeldung reiste sie nach Hawaii; nach dem Anruf über ihre Aufnahme kehrte sie nach Kanada zurück. Dort studierte sie ein Jahr lang Gitarre, Gesang und Keyboard und erhielt anschließend ein Stipendium für das Berklee College of Music in Boston.
Über einen Dozenten lernte sie dort den Produzenten Rami Samir Afuni kennen. Gemeinsam erprobten sie neue Ansätze; sie entfernte sich vom Folk und orientierte sich stärker an den Genres ihrer Idole CeCe Peniston, Michael Jackson und Madonna. Später wurde sie ausgewählt, am Trafalgar Square in London vor 30.000 Menschen bei den Feierlichkeiten zum Canada Day aufzutreten.
2013 lieh sie der norwegischen Band Donkeyboy ihre Stimme für den Song Triggerfinger. Außerdem war sie am Songwriting für Rihanna, Kylie Minogue und Icona Pop beteiligt.
Im Januar 2014 veröffentlichte sie ihre erste Single Hideaway beim Label Lokal Legend. Bei der offiziellen Veröffentlichung Ende April erreichte der Titel Platz 1 der britischen Singlecharts. Das Musikvideo wurde bei den MTV Video Music Awards in der Kategorie beste Choreografie nominiert und überschritt auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Künstlerin 500 Millionen Aufrufe.
Im Anschluss nahm sie eine Coverversion von What Is Love (1993) von Haddaway auf. Danach folgten weitere Titel, darunter ein Cover von „Take Me to Church“ von Hozier sowie Giant in My Heart, das offiziell als ihre zweite Single angekündigt wurde.
2015 arbeitete sie mit Duran Duran am Album „Paper Gods“ zusammen. 2017 war sie auf „Ain’t No Party“ vom Album „Red Lips“ von Cerrone zu hören und kollaborierte mit Bakermat auf Don't Want You Back. Im selben Jahr erlitt sie in Toronto einen Autounfall mit schweren Verletzungen und musste ihre Karriere für mehrere Jahre pausieren, um sich zu erholen.
