
Marianne Rosenberg
Biografie
Marianne Rosenberg ist eine deutsche Sängerin und Singer-Songwriterin, geboren am 10. März 1955 in Berlin. Sie ist die Tochter von Otto Rosenberg, einem Sinto-Überlebenden des Porajmos, dem Völkermord an Roma und Sinti während des Zweiten Weltkriegs.
Ihre Karriere begann im Alter von 14 Jahren mit dem Gewinn eines Nachwuchswettbewerbs. Frühe Erfolge erzielte sie mit Singles wie Mr. Paul McCartney (1970). Im selben Jahr vertrat sie Deutschland beim Festival Internacional da Canção in Rio mit dem Lied Wie weiß ich, daß es Liebe ist.
Mitte der 1970er Jahre führte ihr Produzent einen moderneren Sound, den “Philly Sound”, in ihre Musik ein. Diese Entwicklung brachte große Hits wie Er gehört zu mir und Ich bin wie du hervor und machte sie zu einer der führenden Schlagersängerinnen des Jahrzehnts. Sie nahm mehrfach an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil, erreichte jedoch nie das Finale.
In den 1980er Jahren vollzog sie eine Wende in Image und Musikstil, entfernte sich vom traditionellen Schlager und integrierte Einflüsse der Neuen Deutschen Welle. Sie arbeitete mit Musikern wie Rio Reiser und Wolf Maahn zusammen und engagierte sich für die Rechte queerer Menschen.
Ende der 1980er und in den 1990er Jahren weckten Remixe ihrer großen Hits neues Interesse an ihrer Musik. Sie veröffentlichte weiterhin Alben wie Luna (1998), Für immer wie heute (2004) und I'm a Woman (2008). Ihr Schaffen umfasst auch Jazz- und Chanson-Auftritte.
2006 veröffentlichte sie ihre Autobiografie *Kokolores*. 2020, zum 50. Karrierejubiläum, erschien ihr 20. Album Im Namen der Liebe, das Platz 1 der deutschen Charts erreichte. Das Folgealbum Diva (2022) war ebenfalls kommerziell erfolgreich. 2023 nahm sie an *The Masked Singer* teil und veröffentlichte 2024 ihr 22. Studioalbum Bunter Planet, das in die Top 10 der deutschen Charts einstieg.
