
Francois Feldman
Biografie
François Feldman ist ein französischer Sänger und Singer-Songwriter, geboren am 23. Mai 1958. Väterlicherseits russischer und mütterlicherseits belgischer Herkunft, wächst er in der Pariser Vorstadt Clichy-sous-Bois auf; seine Jugend ist geprägt von Soul-Klängen à la Marvin Gaye, Stevie Wonder und James Brown. Mit vierzehn bekommt er seine erste Gitarre, tritt früh auf, gewinnt Talentwettbewerbe im Radio und gründet seine erste Amateurband.
Seine Plattenkarriere beginnt 1977 mit der 45er-Single Comme une petite fille. Anfang der 1980er lenkt ihn die Begegnung mit dem Autor-Komponisten Ernest Salfati in eine Disco-Funk-Richtung. Mit seiner Gruppe Yellow Hand sowie später solo veröffentlicht er Titel wie Ma petite vidéo (1982), Folle sur les bords (1983) und Amour de corridor (1985), zunächst ohne großen Durchbruch.
Der Erfolg stellt sich im Herbst 1986 mit dem Hit Rien que pour toi ein, der sich über 300.000 Mal verkauft. Er ebnet den Weg für das erste Album Vivre, vivre (1987), das Platinstatus erreicht. Getragen von Singles wie Slave, Je te retrouverai und Le mal de toi markiert es den Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Texter Jean-Marie Moreau.
Den Höhepunkt seiner Popularität erreicht Feldman 1989 mit dem zweiten Album Une présence, das als Diamant-Schallplatte ausgezeichnet wird (über eine Million verkaufte Exemplare). Es enthält eine Reihe großer Hits: Joue pas (Duett mit Joniece Jamison), Les Valses de Vienne (sechs Wochen auf Platz 1), C’est toi qui m’as fait, Petit Frank (drei Wochen auf Platz 1) und J’ai peur, erneut im Duett mit Joniece Jamison.
Das dritte Album Magic’ Boul’vard (1991) bestätigt seinen Status als Star der französischen Unterhaltungsmusik. Daraus gehen Erfolge wie Le serpent qui danse, Magic’ Boul’vard, Tombé d’amour und vor allem Joy hervor, seiner Tochter gewidmet, das 1992 acht Wochen lang die Top 50 anführt. Damit ist François Feldman der erste Sänger, dem es gelingt, drei unterschiedliche Singles an die Spitze dieser Hitparade zu bringen.
Ab 1993, mit dem Album Indigo, wird seine Karriere zurückhaltender wahrgenommen. Die folgenden Alben À contre-jour (1995), Couleurs d’origine (1997) und Des larmes et de l’amour (2004) finden nur begrenzte mediale und kommerzielle Resonanz. Dennoch steht er weiterhin in ganz Frankreich auf der Bühne.
Ein breites Publikum erreicht er erneut durch die Teilnahme an der Tournee RFM Party 80 ab 2007, die in den Filmen Stars 80 (2012) und Stars 80, la suite (2017) fürs Kino adaptiert wird, in denen er sich selbst spielt. 2018 veröffentlicht er das Album Vivant mit funky- und RnB-Sound, dann 2020 ein Werk mit Reggaeton- und Latin-Einflüssen, darunter die Single Cordoba als Duett mit der Sängerin Claudia.
