
Cher
Biografie
Cher, geboren als Cheryl Sarkisian La Pierre, ist eine US-amerikanische Künstlerin, geboren am 20. Mai 1946 in El Centro, Kalifornien. Ihre Karriere, die in den 1960er Jahren begann, erstreckt sich über mehr als sechs Jahrzehnte und umfasst Musik, Film, Fernsehen und Theater.
Zuerst erlangte sie Berühmtheit durch das Folk-Rock-Duo Sonny & Cher mit ihrem damaligen Ehemann. Deren Hit I Got You Babe erreichte 1965 Platz eins der Charts in den USA und Großbritannien. Parallel startete sie eine Solokarriere mit Hits wie Bang Bang (My Baby Shot Me Down) und You Better Sit Down Kids.
In den 1970er Jahren wurde sie eine bedeutende Fernsehpersönlichkeit mit ihren Shows *The Sonny & Cher Comedy Hour* und später *Cher*. In dieser Zeit hatte sie auch mehrere Solo-Hits, die Platz eins der Billboard Hot 100 erreichten, darunter Gypsys, Tramps & Thieves, Half-Breed und Dark Lady.
Nach ihrer Scheidung von Sonny Bono 1975 wandte sie sich der Disco-Musik zu, mit dem Album *Take Me Home* 1979. Von 1979 bis 1982 trat sie zudem in einer Konzertresidenz in Las Vegas auf.
Ihre Filmkarriere erlebte Anfang der 1980er Jahre einen bedeutenden Aufschwung. Nach ihrem Broadway-Debüt und der Filmadaption von *Come Back to the 5 & Dime, Jimmy Dean, Jimmy Dean* erhielt sie viel Lob für ihre Rollen in *Silkwood* (1983), *Mask* (1985), *The Witches of Eastwick* (1987) und *Moonstruck* (1987). Für ihre Leistung in letzterem Film gewann sie den Oscar als beste Hauptdarstellerin.
Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre feierte sie ein musikalisches Comeback mit rockbeeinflussten Alben wie *Cher* (1987), *Heart of Stone* (1989) und *Love Hurts* (1991), die Hits wie I Found Someone, If I Could Turn Back Time und Love and Understanding hervorbrachten. Sie steuerte auch den Song The Shoop Shoop Song (It's in His Kiss) zum Soundtrack des Films *Mermaids* (1990) bei, der in Großbritannien Platz eins erreichte.
1998 erreichte Cher einen neuen kommerziellen Höhepunkt mit dem Dance-Pop-Album *Believe*. Die gleichnamige Single Believe, die mit dem innovativen Einsatz von Auto-Tune einen markanten Vocaleffekt schuf (oft “Cher-Effekt” genannt), wurde ein weltweiter Hit und führte die Billboard Hot 100 Jahrescharts 1999 an.
In den 2000er Jahren war ihre *Living Proof: The Farewell Tour* (2002-2005) eine der finanziell erfolgreichsten Tourneen der Geschichte. Anschließend trat sie von 2008 bis 2011 in einer Residenz im Colosseum des Caesars Palace in Las Vegas auf.
In den 2010er Jahren spielte sie in den Filmen *Burlesque* (2010) und *Mamma Mia! Here We Go Again* (2018) und veröffentlichte die Alben *Closer to the Truth* (2013) und *Dancing Queen* (2018), eine Hommage an ABBA, die beide Platz drei der Billboard 200 erreichten.
Während ihrer Karriere nutzte Cher mehrere Pseudonyme wie Bonnie Jo Mason, Cherilyn Sarkisian, Cher Allman und Cher Bono. 1980-1981 stand sie zudem an der Spitze der Band Black Rose (8).
Mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern gehört sie zu den weltweit erfolgreichsten Musikerinnen. Sie ist die einzige Künstlerin, die in sechs aufeinanderfolgenden Jahrzehnten (von den 1960ern bis zu den 2020ern) einen Nummer-eins-Hit in den Billboard-Charts platzieren konnte. Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählen ein Grammy, ein Emmy, ein Oscar, drei Golden Globes, der Billboard Icon Award sowie Ehrungen der Kennedy Center Honors und des Council of Fashion Designers of America.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist sie bekannt für ihre Meinungsäußerungen, ihr Engagement in sozialen Medien, ihre philanthropischen Aktivitäten und ihren Aktivismus, insbesondere für LGBT-Rechte und HIV/AIDS-Prävention.
