
Boney M.
Biografie
Boney M. ist eine deutsch‑karibische Vokalgruppe, die 1976 vom deutschen Produzenten und Komponisten Frank Farian gegründet wurde. Die ursprüngliche offizielle Besetzung bestand aus vier Mitgliedern: Liz Mitchell und Marcia Barrett (beide aus Jamaika), Maizie Williams (Montserrat) und Bobby Farrell (Aruba). Die Gruppe entstand nach dem Erfolg der ersten Single Baby, Do You Wanna Bump im Jahr 1975, auf der Frank Farian alle Stimmen selbst einspielte, um eine Formation für Fernsehauftritte zu haben.
Spezialisiert auf Disco und Funk, erreichte Boney M. Ende der 1970er Jahre enorme Popularität und landete internationale Hits, die zu Klassikern wurden, wie Daddy Cool, Ma Baker, Rasputin, Sunny und der Welthit von 1978, Rivers of Babylon. Weitere prägende Titel sind Belfast, Mary's Boy Child / Oh My Lord, Malaika und Kalimba de Luna.
Die Erfolgsphase reicht hauptsächlich von 1976 bis 1984, mit Millionen verkauften Alben wie Nightflight to Venus (1978) und Oceans of Fantasy (1979). Die Besetzung änderte sich im Laufe der Zeit: Reggie Tsiboe ersetzte Bobby Farrell 1982. 1986 kündigte Frank Farian das Ende von Boney M. als Aufnahmegruppe an.
Trotzdem blieb der Name durch zahlreiche Kompilationen und verschiedene Bühnenformationen präsent, und die ursprünglichen Mitglieder traten in ihren eigenen Projekten weiter auf. Mit mehr als 100 Millionen weltweit verkauften Exemplaren bleibt Boney M. einer der emblematischsten Gruppen der Disco‑Ära.
