
Etienne Daho
Biografie
Étienne Daho, geboren am 14. Januar 1956 in Oran, ist ein französischer Sänger, der sich in den 1960er Jahren in Rennes niedergelassen hat; als Jugendlicher pflegte er Kontakte zu Mitgliedern von Marquis de Sade und Étage 34.
Im Herbst 1979 nahm er seine ersten Lieder mit Jacques Tellitocci an der Gitarre auf; sein erstes Album erschien 1981 mit ehemaligen Musikern von Marquis de Sade. Seitdem ist er in der frankophonen Welt mit zahlreichen Poptiteln erfolgreich, die Synthesizer und Rockeinflüsse verbinden.
Seine tiefe, flüsternde Stimme wird manchmal mit der von Leonard Cohen oder Benjamin Biolay verglichen; er nennt Francoise Hardy als eine seiner Hauptinspirationen. Seine Videoclips zeichneten sich durch visuelle Innovation aus.
Die Single Weekend à Rome (1984), dann 1985, löste in Frankreich eine wahre «Dahomania» aus. Im Vereinigten Königreich ist er für seine Mitwirkung am Titel He's On The Phone, einer englischen Adaption von «Weekend à Rome», bekannt; die Zusammenarbeit mit Saint Etienne setzte sich auf der EP Resurrection, dem Album Eden und der Single Le Premier Jour fort, letztere basiert auf dem Stück Ready or Not.
Seine Duette und Kollaborationen auf Bühne und im Studio umfassen Künstler wie Chris Isaak, Marianne Faithfull, Elli Medeiros, Astrud Gilberto, Vanessa Daou und die Swingle Singers; 2004 nahm er das Duett If mit Charlotte Gainsbourg auf.
Das Album Eden (1996) erforscht verschiedene elektronische Gefilde, von Downtempo-Balladen bis zu Drum’n’Bass- und HiNRG-Einflüssen. Nach der Kompilation Singles (1998) markiert Corps & armes (2000) eine Rückkehr zu einem orchestraleren Klang mit traditionellen Instrumenten; Réévolution (2004) vollzieht eine erneute Wendung hin zu stark gitarrenorientiertem Rock.
2012 produzierte und komponierte er Lieder für das Debütalbum der Schauspielerin und Sängerin Lou Doillon, Places. 2020 wurde er französischer Botschafter des French Record Store Day.
